Wenn ein Elternteil plötzlich Pflege braucht oder ein Familienmitglied akut schwer erkrankt, stehen viele Beschäftigte schnell ratlos und allein da.
Wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden in solchen Situationen wirksam unterstützen können, war Thema auf dem Düsseldorfer „Erfahrungsmarkt – Impulstag zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege”.
Die Lebenshilfe Neuss gGmbH war dabei und konnte aus mehrjährigem Know-how berichten: Bereits seit 2023 nimmt sie am Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege NRW teil und hat als erstes Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss einen Pflege-Guide schulen lassen.
RÜCKHALT FÜR MITARBEITENDE
Das in diesem Jahr auf Einladung des Servicezentrums Pflegevereinbarkeit NRW erstmals durchgeführte Format brachte unterschiedliche Akteure zusammen. Ziel war es, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam ein realistisches Bild der betrieblichen Pflegevereinbarkeit zu zeichnen.
Zu den zentralen Hebeln
> flexible Arbeitszeitmodelle
> pflegesensibles Führungsverständnis
> niedrigschwellige Beratungsangebote
> offene Unternehmenskultur
teilten Geschäftsführerin Gesine Eschenburg und Pflege-Guide Bettina Münzner-Spirres die Erkenntnisse der Lebenshilfe Neuss. Sie zeigten auch, wie hilfreich und stützend der Pflege-Guide wirkt:
Ausgestattet mit einem „elektronischen Pflegekoffer” informiert dieser Betroffene schnell und unkompliziert über gesetzliche Möglichkeiten, Anlaufstellen und Freistellungsoptionen – diskret, individuell und fachkundig.
„Als Arbeitgeber tragen wir Verantwortung – nicht nur für die Menschen, die wir begleiten, sondern auch für unsere Mitarbeitenden”, betont Geschäftsführerin Gesine Eschenburg. „Wer Pflege und Beruf vereinbaren muss, braucht verlässliche Unterstützung. Das ist für uns keine Kür, sondern Haltung.”
Copyright Fotos: Servicezentrum Pflegevereinbarkeit NRW